Wir machen nicht nur Wein, sondern bauen zwischen unseren Weinbergen in traditioneller Dreifelderwirtschaft hochwertiges Getreide an – natürlich auch in Biolandqualität! Das Getreide bringen wir ganz in unserer Nähe zu einer Biomühle, die es mahlt und Biobäcker der Region mit Mehl versorgt. Die Halme und abgedroschenen Ähren pressen wir zu wunderschönem, goldenem Stroh 🌾
Auf unserem Hofgrundstück mähen wir die Wiese ganz schonend mit dem Mähbalken an unserem Oldtimer und pressen daraus nach einigen Tagen Wartezeit Heuballen. Mit dem Rasenmäher oder Mulcher würden durch die rotierenden Messer viele Insekten getötet. Mit einem glatten Schnitt wie beim Mähbalken oder einer Sense bleiben die Tiere unverletzt. 🦋🐝🐞🦗 So fördern wir ganz insektenfreundlich den Artenreichtum auf der Wiese, damit es nächstes Jahr wieder ganz bunt blüht!


Gerhard Eichelmann vom gleichnamigen renommierten Weinführer schreibt über unsere Kollektion:

Eine stimmige, starke Kollektion präsentiert die Familie Gänz zum
Debüt. Schon die Basis überzeugt. Der Gutsriesling ist fruchtbetont und
würzig, zeigt feine Zitrusnoten, der Grauburgunder ist geradlinig und
fruchtbetont, besitzt gute Struktur und Biss. Der Sauvignon Blanc zeigt
eindringlich florale Noten, wird im Mund von deutlicher Süße dominiert,
die man auch beim Silvaner vom Tonmergel wieder findet. Deutlich
spannender finden wir den Riesling vom Tonmergel, der gute Konzentration
und reife Frucht im Bouquet zeigt, etwas Zitrus, Fülle und Kraft
besitzt, reife Frucht, gute Struktur und Frische. Noch ein wenig besser
gefällt uns die Gewürztraminer Auslese: Gute Konzentration, etwas
Litschi und süße Aprikosen im Bouquet, konzentriert und klar im Mund,
viel Fülle, Frucht und Substanz. Der im Holz ausgebaute Spätburgunder
zeigt feine Würze, rote Früchte, ist kraftvoll, klar und zupackend im
Mund, besitzt gute Struktur und kräftige Tannine.

> zu unseren Weinen

Seit über 250 Jahren betreibt die Familie Acker- und Weinbau in
Hackenheim, das ganz im Westen Rheinhessens liegt, unmittelbar
an der Grenze zum Anbaugebiet Nahe. Seit Ende der achtziger Jahre
wird auf den Einsatz von Mineraldünger und Herbiziden verzichtet, seit
1997 ist der Betrieb biologisch zertifiziert, man ist Mitglied bei Bioland.
Im Jahr 2000 wurde der neue Biohof in den Weinbergen von Hackenheim
errichtet, zu dem auch ein Bio-Hotel gehört. Seit 2001 ist Peter
Gänz für den Weinausbau verantwortlich. Die Weinberge liegen in den
Hackenheimer Lagen Kirchberg (Tonmergelböden, die von Porphyrfelsen
durchzogen sind) und Sonnenberg (Lössböden), sowie im Kreuznacher
Rosenberg (karge Böden mit feinem Kies), der zum Anbaugebiet
Nahe gehört. Zwei Drittel der Weinberge nehmen weiße Rebsorten ein,
vor allem Riesling, Grauburgunder, Sauvignon Blanc, Silvaner und
Gewürztraminer. An roten Sorten werden Spätburgunder, Dornfelder
und Regent angebaut.


Der STAR IST VOGEL DES JAHRES 2018 und zeigt uns, was in unserer Welt verkehrt läuft: Rund 1 Million Brutpaare dieses schillernden Vogels hat Deutschland in den letzten beiden Jahrzehnten verloren. Grund dafür sind wieder einmal vor allem: die industrielle Landwirtschaft, die fast keinen Raum mehr für wilde Hecken, alte Bäume und bunte Wiesen lässt. Dem Star fehlen Brutplätze und Insekten als Nahrung. Gibt es keine Insekten mehr, gibt es bald auch keine Vögel mehr, die von ihnen abhängig sind.

Als Weinbauregion kommt in unserer Gegend erschwerend hinzu: Der Star gilt als Schädling für die Trauben im Herbst. Ab August wird er mit minütlichen Schreckschüssen aus der Region verscheucht (die auch für uns Menschen eine Zumutung sind). Die Schwärme ziehen unruhig umher und finden kaum einen Platz, wo sie rasten und ruhen können. Der folglich hohe Kalorienverbrauch, lässt sie noch hungriger werden – und Verluste für Obstbauern noch größer. Gleichzeitig schmilzt die Gesamtzahl der Vögel wie Eis in der Sonne: Wo wir vor 20 Jahren noch riesige, wunderschöne Wolken von Vögeln am Himmel beobachten konnten, sind es heute nur noch kleine Trupps, die hier und da auftauchen. Zweifelsohne kann ein Schwarm von Staren in einem Weinberg für einen einzelnen Landwirt großen finanziellen Schaden anrichten. Aber die Art und Weise, wie er nahezu gänzlich aus unseren Leben verdrängt wird, wird uns irgendwann noch viel teurer zu stehen kommen, als der kurzfristige Verlust in einem Erntejahr. Jede Art, die in unseren Ökosystemen verloren geht, ist ein unwiderruflicher Verlust, der unsere eigene Lebensgrundlage langfristig gefährdet.

So traurig all dies ist, freuen wir uns, dass auf unserem Hof jeden Herbst immer wieder Stare einen Platz zum Rasten finden – und Trauben, die sie satt machen. Wir wünschen uns so sehr, dass dies immer so bleiben wird.


So früh wie noch nie in unserer Geschichte haben wir in diesem Jahr mit der Ernte der Trauben begonnen: Bereits mit dem ersten Tag im September sind wir mit dem frühen Sorten gestartet (Dornfelder, Regent). Über 5 Wochen haben die tägliche Reife und der Wetterbericht unseren Rhythmus bestimmt. Mitte Oktober war es dann so weit: Die letzten Rieslinge kamen nach Hause; zu einem Zeitpunkt, wo wir normalerweise noch mitten im Geschehen waren. Glücklich schauen wir nach einem aufregenden Jahr nun auf gefüllte Tanks und Fässer, und die Gärung der Moste ist in vollem Gang.  Die Ernte ist wegen der Frostnächte im April etwas kleiner. Damit geht aber auch immer ein Trost einher: Die Qualität ist äußerst vielversprechend und lässt auf einen guten Jahrgang hoffen! Die ersten leckeren Tropfen gibt es dann im nächsten Frühjahr zu probieren. An dieser Stelle ein herzliches, großes Danke an unser ganzes Team für wochenlanges Bücken, Schneiden, Eimer schleppen, Putzen, Aufräumen – und fröhliches Beisammensein!!!

Die ersten Weine der neuen Ernte sind im Frühjahr 2018 erhältlich. Wer es nicht abwarten kann, kann in unserem Shop die Vorräte auffüllen, um diese Zeit zu überbrücken 🙂


Anlässlich unseres Jubliläumsjahres “20 Jahre bio” bieten wir in diesem Jahr unseren besonderen “Tag im Weingut” an.

Das ist ein besonderer Tag für uns und vor allem für Sie! Wir feiern zusammen unser Jubiläum mit allerlei Köstlichkeiten aus der Natur auf unserem Weingut direkt an den Weinbergen.

  • Wir zeigen Ihnen hautnah und in familiärem Rahmen, was “bio” so besonders macht und wie unsere Weine entstehen.
  • In unserem Garten gibt es leckeren Kaffee und Kuchen – für eine Zeit zum Verweilen.
  • Am Abend: Großes Bio-Essen an unserer Winzertafel unter freiem Himmel (oder im Weinkeller) mit prasselndem Lagerfeuer. Dazu gibt es all unsere Weine zum Probieren und Genießen.
  • Auf Ihren Weineinkauf auf dem Weingut erhalten Sie an diesem Tag 10% Rabatt.

Gesamtpreis inklusive aller Köstlichkeiten pro Person 89,00 € (Kinder ermäßigt)

Termin:

Samstag, 15. Juli 2017

jeweils ab 13:00 Uhr (Ende offen)

Seien Sie dabei, und sichern Sie sich und Ihren Lieben einen Genussplatz! Gerne auch in Form eines Gutscheins.

Möchten Sie gerne zu diesem Anlass auch bei uns übernachten? Für den Termin sind Aufenthalte ab 3 Übernachtungen möglich.
Dann senden Sie uns einfach Ihre Anfrage.


Wie sagt man so schön: Ein guter Jahrgang muss es sein! 😉

Schon jetzt können wir auf den Jahrgang 2017 blicken. Die nächsten 12 Wochen (so lange dauert es ungefähr von der Blüte bis zur Reife) heißt es: Fleißig sein und Daumen drücken, damit wir wieder leckere Trauben für tolle neue Weine ernten können.

Gerade scheint die Natur ungebremst zu sein und schreitet in großen Schritten voran, als wollte sie das Leben neu erfinden. Es blüht, summt und brummt an jeder Ecke. Die Kinder dieses Jahres gedeihen und wachsen. Wer einmal den Lebensmut verliert, wird hier immer wieder daran erinnert: Das Leben will leben, tanzen, lachen. Nicht immer ohne, dass es mal hier und da zwickt. Aber immer mit neuem Mut. Ach, ist es schön da draußen! Jedes Jahr wieder.


Ein Beitrag von Wolfgang Bartels von der Allgemeinen Zeitung (Rhein-Main-Presse) am 13.09.2016:

BIO-WEINGUT – Peter Gänz zu den Schwierigkeiten, bei starken Regenfällen den Falschen Mehltau zu bekämpfen

HACKENHEIM – „Es war ein schwieriges Jahr“, sagt Peter Gänz und macht eine kleine Pause beim Säubern der Weintanks, die er ernteklar macht. Draußen in den Weinbergen sind die roten Regent-Trauben schon so reif, dass sie zuckersüß schmecken. Doch bis zum Beginn der Lese will sich der Hackenheimer Bio-Winzer noch ein wenig Zeit lassen. Er schätzt, dass es rund um den 20. September losgehen wird – wenn das sonnige Wetter anhält.

Auch 2016 könnten wieder Spitzenweine gelingen

Noch hat Gänz Muße, sich über die höchste Auszeichnung zu freuen, die das Bio-Weingut Gänz jemals ergattert hat: den Sonderpreis des Deutschen Weininstituts für den besten Sauvignon Blanc (AZ berichtete). Ende August durfte Gänz in Mainz die Ehrenurkunde aus der Hand der Deutschen Weinkönigin Josefine Schlumberger entgegennehmen. Er erzählt, wie es war: „Hundert bereits ausgezeichnete Spitzenweine wurden nach dem K.o.-System in einer Blindverkostung getestet. Und dann der Beste von den Besten zu werden – das macht uns schon mächtig stolz.“

Gänz ist ganz zuversichtlich, dass ihm auch in diesem Jahr wieder Spitzenweine gelingen – obwohl er im Frühjahr schon manchmal verzweifeln wollte: „Bis Anfang Juli hatten wir fast jeden Tag jede Menge Regen – und es sah gar nicht gut aus. Das waren ideale Bedingungen für den Falschen Mehltau, der die Trauben zerstört. Dann mussten wir dauernd mit dem Pflanzenschutz hinterher.“

Pflanzenschutz? Der sieht bei einem Bio-Winzer völlig anders aus als bei einem konventionellen Betrieb. Die chemische Keule darf nicht ausgepackt werden. „Wir arbeiten mit Netz-Schwefel, Backpulver, Kokos-Seife, Orangen-Öl und in geringen Mengen auch Kupfer.“ Es gab allerdings ein Problem: Diese Mittel haften nur an der Oberseite des Blattes. Der nächste Regenguss spült sie wieder ab. „Das heißt: Wir müssen immer hinterher sein. Nach dem Regen müssen wir wieder spritzen – bis zum nächsten Regenguss. Das war schon eine Herausforderung. Doch im Großen und Ganzen haben wir es geschafft.“ Auch die berüchtigte Kirschessigfliege macht Gänz im Moment keine Probleme, solange es so trocken bleibt.

Auf das nasse Frühjahr folgte der trockene, heiße Sommer: „Da hat uns das Wetter wieder gut zugearbeitet. Und mit dem sonnigen Spätsommer sind wir sehr zufrieden. Der bringt jeden Tag ein bisschen mehr Zucker in die Trauben. Und es mag sich merkwürdig anhören: Nachdem es im Frühjahr so nass war, leiden jetzt einige Standorte sogar schon wieder an der Trockenheit. So schnell kann sich das ändern.“

Mengenmäßig wird Ernte eher durchschnittlich sein

Über die Weinqualität des neuen Jahrgangs kann Gänz noch nichts sagen: „Dazu muss der Wein erst einmal im Fass sein.“ Die Menge kann er aber schon einschätzen. „Mengenmäßig wird es eine eher durchschnittliche Ernte. Dauerregen könnten wir jetzt nicht mehr gebrauchen. Je nach Wetter werden wir bis Mitte/Ende Oktober mit der Lese zu tun haben.“

Um die insgesamt elf Hektar des Weinguts zu schaffen, wird nicht nur per Hand vorgelesen, sondern es kommt auch der kleine gutseigene Vollernter zum Einsatz – „je nachdem, was für die jeweiligen Trauben am besten ist.“ Und der Hackenheimer Bio-Winzer hofft, sich auch im nächsten Jahr dem Wettbewerb um die besten Weine stellen zu können.

 

Lesen Sie den Beitrag auch direkt bei der Allgemeinen Zeitung.


Wir suchen noch Erntehelfer für die Ernte unseres Jahrgangs 2016.

Du liebst es, draußen zu arbeiten und möchtest gerne miterleben, wie hochwertige Bioweine entstehen?
Dann freuen wir uns, wenn Du uns unterstützt!

Das erwartet Dich:

  • selektive Handlese
  • Mitarbeit bei diversen Handgriffen rund um den Weinkeller
  • Zeitraum: Mitte September bis Mitte Oktober
  • Rund 20-40 Stunden pro Woche
  • Abrechnung als kurzzeitige Beschäftigung oder Praktikum

Das solltest Du mitbringen:

  • Spaß an der Arbeit im Freien
  • Freude an schmutzigen Händen
  • Wetterfeste Kleidung und Schuhe
  • Flexibilität
  • im angegebenen Zeitraum mindestens 2 Wochen Zeit

Bei einschlägiger Erfahrung bzw. Interesse (z.B. im Rahmen des Oenologie-Studiums etc.) ist auch ein Weinbau-Praktikum möglich.

Interesse? Dann freuen wir uns, von Dir zu hören:

BioWeingut Gänz
Bosenheimer Straße 46
55546 Hackenheim
info@gaenz.com
Telefon: 0671 – 8 96 34 53

Hinweis: Leider können wir keine Helfer-Unterkunft mehr anbieten.

 


+++Neuer Sende-Termin: 10. April, 18:30 Uhr im ZDF+++

Keine Jagd auf meinem Grundstück – unter diesem Titel steht die Sendung TerraXpress am 10.04.2016 um 18:30 Uhr im ZDF. Hierfür wurden wir im Dezember vom einem Filmteam einen Tag lang in unseren Weinbergen und unserem Wald begleitet – denn wir möchten keine Jagd auf unseren Grundstücken. Doch warum? Die Jagd ist doch Naturschutz. Die Jagd ist doch notwendig, um die explodierenden Bestände der Wildtiere (vor allem von Wildschweinen und Rehen) zu regulieren. Wildfleisch ist doch die beste Bio-Qualität, die man sich gönnen kann. Oder?

Oder etwa nicht?

Leider wirkt, was das Thema Jagd angeht,  immer noch die jahrelange Desinformation vieler Jäger und Landwirte, die ein blutiges Hobby der Allgemeinheit gegenüber unter falschen Vorwänden rechtfertigen wollen. Denn in Wirklichkeit geht es bei der Jagd weder um Naturschutz, noch um eine erfolgreiche “Regulierung” von Wildtierbeständen, auch nicht um eine notwendige “Seuchenbekämpfung”. Auch ist Wildfleisch keine ethisch vertretbare Alternative zu “herkömmlichem” Fleisch. Die Wahrheit sieht ganz anders aus.

Die Jagd ist nach der industriellen Landwirtschaft Artenfeind Nr. 2.

Die Jagd gehört nach der industriellen Landwirtschaft zu den größten Feinden unserer heimischen Flora- und Fauna-Vielfalt (vgl.: Josef H. Reichholf: Die Zukunft der Arten – Neue ökologische Überraschungen. Verlag C.H.Beck, München, 2005). Denn die Jagd greift völlig unnatürlich in das hochsensible, natürliche Gefüge der Wildtierbestände ein. Jäger – egal wie gut ausgebildet – können die vielen Einflussfaktoren der Natur in keiner Weise nachahmen und zerstören durch ihre – im Vergleich zur Natur – unbeholfenen Eingriffe mehr, als sie helfen. Im Sinne einer nachhaltigen Ökologie kann die Natur nur durch die Natur selbst reguliert werden.

Die Jagd kann Wildtierbestände nicht regulieren.

Obwohl die Jagd in Deutschland nahezu vollflächig organisiert stattfindet, klagen Landwirte und Jäger unentwegt über explodierende Wildtierbestände. Obwohl gejagt wird?! Ja. Ganz offensichtlich erfüllt die Jagd nicht den Zweck, den sie vorgibt zu tun. Selbst Jäger müssen langsam zugeben, dass sie mit ihren Eingriffen in den Naturhaushalt mehr zerstören als helfen: Norbert Happ, der bekannteste deutsche Wildschweinkenner – selber Jäger – prangert an: »Die Nachwuchsschwemme ist hausgemacht« (Jägerzeitung »Wild und Hund«, 23/2002). Schuld sind die unkontrollierten Abschüsse, die zu Verschiebungen in den Sozialgefügen der Wildschweine führen. Resultat sind eine verfrühte Geschlechtsreife und unkontrollierte Vermehrung. Helmut Hilpisch, Berufsjäger in Diensten der Hövel’schen Rentei, macht unmissverständlich deutlich: »Wildschweine regulieren ihren Bestand selbst – zumindest dann, wenn sie in intakten Familienverbänden unterwegs sind.« Das ist nur der Fall, wenn sie nicht durch Abschüsse gestört werden. Auch bei Füchsen ist mittlerweile wissenschaftlich belegt, dass durch die Jagd die Vermehrungsrate steigt. Werden sie in Frieden gelassen, sinken die Bestände “von alleine” auf ein gesundes Niveau mit den natürlichen Schwankungen.

Die Jagd schützt auch nicht vor Seuchen.

Die erfolgreiche Bekämpfung von Seuchen wie z.B. der Tollwut (Deutschland gilt heute als tollwutfreies Land) wurde nicht durch Jagd erzielt, sondern durch Impfköder. Eine schwerwiegende Seuche wie z.B. die Schweineseuche wurde in der Vergangenheit immer wieder durch Jäger verursacht, weil diese “Abfälle” ihres Hobbys (Kadaver, Schlachtabfälle, Lockauslagen) in der Natur verbreiten. Ist eine solche Seuche einmal aufgetreten, wird sie durch die Jagd oft noch weiter verbreitet: Da die Tiere aufgrund der Verfolgung immer fliehen, umherziehen und ihre angestammten Orte verlassen müssen (insbesondere aufgrund von Treibjagden), verschleppen sie Krankheiten und Seuchen in andere Gebiete.

Die Jagd bringt Fleisch aus Tierqual.

Oftmals ist uns nicht bewusst, wie Tiere zur Fleischgewinnung sterben. In einem Schlachthof ist die Betäubung der Tiere vor der Tötung Gesetz. Denn der Tod bedeutet Schmerz. Nach § 5 (1) des Tierschutzgesetzes ist gilt in Deutschland: »An einem Wirbeltier darf ohne Betäubung ein mit Schmerzen verbundener Eingriff nicht vorgenommen werden.« Und was tut die Jagd? Schießen Jäger zuerst Betäubungspfeile, bevor sie mit der Flinte den Tötungsschuss geben? Nein, weit gefehlt. Es ist noch viel schlimmer. Denn bei den meisten Abschüssen sterben die Tiere noch nicht einmal beim ersten Versuch. In einem Großteil der Fälle fliehen die Tiere angeschossen, schleppen sich mit zerfetzten Körperteilen ins Dickicht und sterben dort einen qualvollen, langsamen Tod. “1 Schuss = schneller Tod” ist leider ein romantisches Ideal, das Jäger nur selten erreichen. Ist ja auch nur zu logisch, wenn man die Bedingungen bedenkt: Oft stehen die Tiere zwischen Büschen und Bäumen, weit entfernt oder rennen schnell. Wer kann da schon genau treffen? Die Jagd ist daher in den meisten Fällen Tierquälerei. Man muss also kein Vegetarier sein, um die Jagd als grausam und ethisch unvertretbar einzustufen.

Die Jagd bedeutet in Wirklichkeit: Spaß am Töten.

Der Jäger und Rechtsanwalt Dr. Florian Asche räumt in seinem Buch »Jagen, Sex und Tiere essen: Die Lust am Archaischen« (Neumann-Neudamm, 2012) mit den gängigen Begründungen und Rechtfertigungen für die Jagd auf:  Jäger als Ersatz für Großraubwild, Jäger als Bekämpfer von Wildschäden und Seuchen, Jäger als Naturschützer und Biotop-Pfleger, Waidgerechtigkeit… Ein Jäger, der diese Gründe für die Jagd anführe, würde lügen: »Wir jagen nicht, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen. Zumindest ist das nicht das auslösende Motiv unserer Anstrengungen. Es ist nur eine Rechtfertigung für unsere Triebe und Wünsche, die viel tiefer gehen als die Erfordernisse der Wildschadensvermeidung und des ökologischen Gleichgewichts… Auf die Jagd gehen wir, weil sie uns Genuss und Lust bereitet.«

Paul Parin, Neurologe, Psychoanalytiker und selbst Jäger spricht in seinem Buch »Die Leidenschaft des Jägers« (Hamburg, 2003) aus, worum es bei der Jagd tatsächlich geht: »Leidenschaftlich Jagende wollen töten. Jagd ohne Mord ist ein Begriff, der sich selbst aufhebt…«

Doch der Tod, der mit dem Beutemachen der Jäger verbunden ist, sei in der Öffentlichkeit verpönt, sagt die Redakteurin Silke Böhm von Wild und Hund (das führende Jagd-Magazin in Deutschland). »Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

Wir wünschen uns eine Natur, in der kein blutiger Krieg mehr gegen unsere heimischen Tiere geführt wird. Deshalb wollen wir keine Jagd auf unseren Grundstücken.

Hinweis: Diese Argumente sind nur ein Ausschnitt aus dem komplexen Thema der Jagd auf Wildtiere. Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unter anderem:

>>>Wildtierschutz Deutschland

>>>Hintergründe zur Fuchsjagd

 

>>Sehen Sie hier den Beitrag live oder in der Mediathek des ZDFs.

>>Aktualisierungen zur Sendung veröffentlichen wir auf unserer FB-Seite.

>>Unsere Pressemitteilung: Jagdfreie Weinberge

 

 

 

 

 


Rebchen Wilma Zuch

Dieses tolle Bild hat uns Wilma Z. aus Norddeutschland zugesandt. Innerhalb kurzer Zeit hat das Rebchen bei ihr schon den Frühling eingeläutet.

Ein Rebhölzchen als Geschenk bei jeder Weinbestellung!

Trübe und kalt ist der deutsche Winter oft. Trocken und leblos erscheinen unsere Reben, wenn wir sie im Winter schneiden. Doch mit den ersten warmen Tagen im April, sprießt um uns herum das junge Leben aus scheinbar tristem, totem Holz.

Damit auch Sie das wunderbare Gefühl unseres Frühlings in den Weinbergen miterleben können, liegt allen Bestellungen bis zum Frühjahr ein Rebhölzchen bei. In einem schönen “Wohnzimmerexperiment” können Sie beobachten, wie das Leben langsam wieder zurückkehrt und der Frühling bei Ihnen schon etwas früher Einzug hält.

Versuchsanleitung:

  • Schneiden Sie Ihr  Rebhölzchen am unteren Ende noch einmal an (das Ende mit dem  schrägen Anschnitt) und stellen Sie es in ein kleines Glas mit Wasser auf ein Fensterbrett, idealerweise über eine Heizung.
  • Das Rebchen sollte ca. 5 cm im Wasser stehen. Wechseln Sie das Wasser alle paar Tage.
  • Sie erkennen wo oben und unten ist an der Richtung der Augen (Knospen). Wenn die Ansätze der Augen nach oben zeigen, haben Sie das Rebchen richtig herum im Glas stehen.
  • Üben Sie sich in Geduld. Manchmal dauert es bis zu einige Wochen, bis die Augen (so heißen die Knospen einer Weinrebe) größer werden und sich langsam die anfangs noch wollweißen Blättchen zeigen, die aber immer grüner werden. Mit etwas Glück können Sie auch schon kleine Ansätze von Trauben erkennen.
  • Noch ein paar weitere Tage und Sie können das junge Grün der Rebe beobachten – und wahrlich den Frühling begrüßen! Wenn Sie das Rebchen richtig “großziehen” möchten, sagen Sie uns einfach Bescheid. Wir sagen Ihnen, wie Sie es beim Wachsen begleiten können.

Wir wünschen Ihnen Glück und etwas Geduld (ein paarWochen), dass der Frühling unserer Weinberge auch bald zu Ihnen kommt!

Unser Geschenk für alle, denen das kleine Frühlingsexperiment geglückt ist:

Laden Sie Ihr Rebhölzchen-Bild auf facebook.com/weingut.gaenz  hoch oder schicken Sie es per E-Mail an info@gaenz.com. Jeder, der uns ein Foto schickt, erhält einen Gutschein über 5,90  € für die nächste Weinbestellung (ab 12 Flaschen). Unter allen Einsendungen verlosen wir zusätzlich 3 Überraschungspakete mit je 6 Flaschen!


Teilnahmebedingungen: 1 Teilnahme pro Person, keine Barauszahlung des Gutscheins oder Gewinns. Mit der Einsendung erklären Sie sich einverstanden, dass Ihr Bild im Rahmen des Gewinnspiels veröffentlicht wird. Einsendeschluss: Mitte April