“An Ostern fällt es besonders auf, dass hierzulande die Hasen selten geworden sind. Es gehört vielerorts schon zu den Überraschungen, einen Feldhasen oder gar mehrere zu sehen. […] Doch wen interessiert das? Schlagzeilen macht stattdessen das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn. Vor kurzem musste es eingeschläfert werden, weil es zu krank war und ohnehin nicht mehr in der Lage, zur Erhaltung seiner Unterart beizutragen.” (Josef Reichholf in der SZ vom 28.03.2018)

Die einzige Chance, den Feldhasen (und nicht nur ihn!) auf lange Sicht zu erhalten und seine natürlichen Bestände wieder zu erreichen besteht darin,

  • Gifte aus der Landwirtschaft zu verbannen (d.h. mindestens eine biologische Landwirtschaft)
  • mehr Brachflächen anzulegen (statt weiterer Baugebiete und noch größerer Agrarflächen)
  • die Wiesenmahd auf zwei jährliche Termine zu reduzieren (und erst nach Juni)
  • die Jagd auf Hasen zu verbieten
  • Freizeitaktivitäten in der Natur strenger zu regeln (Verbot von freilaufenden Hunden, kein Mountainbiken u.ä. querfeldein etc.).

Ausführlich erläutert Josef H. Reichholf in der der Süddeutschen Zeitung vom 28.03. den Widersinn unseres heimischen Artenschutzes und den Untergang unserer Natur, wenn nicht schleunigst eine Kehrtwende unternommen wird.

http://www.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-verdraengt-und-vergiftet-1.3923261

 

Verdrängt und vergiftet

Während der Tod eines Nashorns Schlagzeilen macht, gehen Wildtiere in Deutschland kaum bemerkt zugrunde.

Von Josef H. Reichholf

An Ostern fällt es besonders auf, dass hierzulande die Hasen selten geworden sind. Es gehört vielerorts schon zu den Überraschungen, einen Feldhasen oder gar mehrere zu sehen. Dabei liegt die Flur offen da zur allseitigen Einsicht, denn Hecke und Ackerrain nehmen kaum noch die Sicht. Den Hasen fehlt die Deckung. Aber nicht nur; auch an Nahrung mangelt es ihnen. Wie den Rebhühnern, die so rar geworden sind, dass man sie nur noch vom Hörensagen kennt.

Und der bayerische Frühlingshimmel hängt auch nicht mehr voller Lerchen. Wer welche sehen möchte, sollte zum Beispiel zum Münchner Flughafen fahren und versuchen, Blicke aufs weite Gelände neben den Start- und Landebahnen zu werfen. Da gibt es sie; nur mit dem Hören des jubilierend feinen Lerchengesangs tut man sich dort schwer.

Am Flughafen und auf ähnlichen Flächen hüpfen außerdem spatzenähnliche Vögel am Boden herum. Das helle Goldgelb des Gefieders der Männchen weist sie als Goldammern aus. Auch sie lassen sich sonst kaum noch sehen auf den Fluren, die einst voller Leben waren. Aber es wundert nicht, dass die heimischen Wildtiere ihre angestammten Lebensräume verlassen, die Menschen machen sie ihnen unwirtlich. Gerade in diesen Wochen zum Beispiel werden die Felder wieder geflutet mit Gülle. Das stinkt zum Himmel. Doch stattdessen wird nur über die schlechte Luft in den Städten diskutiert. In diese zieht es nun auch unsere Tierwelt, weil es sich dort besser lebt. Arten, die das nicht können, weil sie größere Freiräume brauchen, gehen zugrunde. Wie die Hasen, von denen es inzwischen mehr Versionen in Schokolade gibt als lebendige.

Doch wen interessiert das? Schlagzeilen macht stattdessen das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn. Vor kurzem musste es eingeschläfert werden, weil es zu krank war und ohnehin nicht mehr in der Lage, zur Erhaltung seiner Unterart beizutragen. Zwar handelte es sich “nur” um eine Unterart, aber diese war vor einem halben Jahrhundert über fast das ganze Afrika nördlich des Äquators verbreitet. Von der südlichen Unterart gibt es noch einige Tausende, allerdings leben diese eingesperrt in Jagdfarmen. In Freiheit überleben sie nicht, den Wilderern fallen mehr zum Opfer als Jungnashörner nachwachsen.

Dabei fließen seit Jahrzehnten Millionen an Spenden nach Afrika, um dort die Tierwelt zu retten. Dennoch schrumpfen die Bestände der Elefanten und anderer wilder Großtiere. Dort wird sogenanntes “Buschfleisch” offen feilgeboten, sogar solches, das von Menschenaffen stammt. Afrika ist eben nicht zivilisiert genug für den Artenschutz, könnte man denken. Wirklich?

Nehmen wir uns Bayern als Vergleichsfall vor: Im Bayerischen Wald wurden vor nicht allzu langer Zeit äußerst rare Luchse, die mit viel Geld wieder eingebürgert worden waren, gemeuchelt. Angeblich lässt sich nicht herausbekommen, wer der oder die Täter waren. Die Luchse wurden umgebracht, weil sie Rehe zum Leben brauchen. Davon gibt es zwar im Freistaat so viele, dass die Abschusszahlen für Jäger seit Jahrzehnten nicht ausreichen, um die Bestände auf das von den Waldbesitzern und Landwirten geforderte tragbare Niveau herunterzudrücken. Aber für den Luchs darf offenbar nichts abfallen.

Wilde Tiere sollen in Afrika erhalten bleiben – Hauptsache nicht auf unseren Kulturflächen

Und der erste Bär, der nach mehr als einem Jahrhundert törichterweise nach Bayern eingewandert war, durfte auch nicht bleiben. Er war ein Problembär, da ohne Grenzkontrolle und Erlaubnis gekommen, und wurde geradezu standrechtlich erschossen. Dabei hatte er keinem Menschen etwas zuleide getan. Seit Brunos Tod wagte es kein weiterer Bär mehr nach Bayern. Gut so, denn hierzulande ist man nicht so tolerant wie in Italien, Slowenien oder gar in Rumänien. Bayern wähnt sich als Kulturland, in dem der Bär keinen Platz mehr hat.

Und was ist Italien? Was sind Spanien, Frankreich, Tschechien, Polen? Es wird deren Leitkultur zugerechnet, dass dort Bären, Luchse und, kaum zu glauben, auch Wölfe frei leben dürfen, ohne dass die Landeskultur zusammenbricht. Bei uns müssen sich Wölfe dagegen mit den Flächen begnügen, die zum Üben von Krieg beiseitegestellt worden sind. Wo scharf geschossen wird, aber nicht auf die Tiere, da leben sie, und das sogar einigermaßen gut. Nun sind aber auch Truppenübungsplätze begrenzt. Und vermehren sollten sich diese in der Kulturlandschaft untragbaren Tiere freilich nicht – obwohl dies zur Arterhaltung notwendig wäre.

Die Willkommenskultur außerhalb der militärischen Sperrgebiete war schon mit dem Biber erschöpft, dessen erfolgreiche Wiederkehr die Naturschutzverbände kaum noch öffentlich kundzutun wagen. Denn Biberschäden werden als untragbar dargestellt, auch wenn sich die Verluste an Zuckerrüben oder Mais nicht einmal im Promillebereich bemessen lassen. Es genügt, dass die Biber Bäume umnagen, die für die Kettensägen noch nicht an der Reihe waren.

Die Toleranz der Menschen für ihre einstigen engen Nachbarn wird immer geringer. In einer norddeutschen Zeitung war unlängst ein Text zu lesen, in dem sich die Autorin darüber beklagte, dass Gänse über die Stadt flogen. Ein norddeutsches Problem? Nein, auch im Süden der Republik machen Gänse regelmäßig Schlagzeilen, weil Gänsedreck unhygienisch sei. Aber was ist dann mit der Gülle? Ihre Mengen sind so riesig, dass sie längst ein Mehrfaches der menschlichen Abwässer ausmachen. Doch während diese teuer geklärt werden, darf das Land mit der braunen Soße überschwemmt werden. Und so manche innerstädtische Fläche wird mit Glyphosat oder anderen Mitteln gespritzt, damit Unerwünschtes nicht wächst. Wir sind eben ein Kulturvolk.

Zum Ausgleich für unsere Vollkultur fahren wir dann nach Afrika, wo für uns die wilden Tiere erhalten werden sollen. Damit wir in unberührter Natur Löwe und Leopard, Elefant und Nashorn beobachten können. Deshalb dürfen dort die Wildhüter auf die Wilderer schießen. Dass von den Nationalparks angeblich auch die lokale Bevölkerung profitiert, stimmt uns zufrieden – ob es stimmt oder nicht. Es ist ja einfach zu schön in Afrikas Wildnis. Zuhause geben wir uns damit zufrieden, Hirsche in Wildgattern, Luchse im Zoo und Wölfe im Fernsehen zu erleben, wie sie durch die mondhelle Nacht irgendeiner fernen Wildnis streifen. Hauptsache nicht die unsrige.

Derweilen beißt in Deutschland alle paar Minuten ein Hund einen Menschen, immer wieder gibt es sogar Tote durch Hundebisse. Aber gefährlich ist natürlich der Wolf.

 

 


Buchvorstellung “Château Mort” von Alexander Oetker

Winzer ist ja eigentlich ein Tramberuf: Viel Arbeit an der frischen Luft – und dann noch die Beschäftigung mit der zweitschönsten Nebensache der Welt: Dem Wein.

Autor zu sein, ist aber auch ein Traumberuf: Man ist sein eigener Chef, schreibt im Café oder auf einer Trauminsel und sieht später seinen Namen auf einem edlen Druckerzeugnis.

Das BioWeingut in Hackenheim hat die Königsdisziplin gepackt: Von hier kommen nicht nur die wunderbaren Gutsweine der Familie Gänz – die Winzer haben es auch vermocht, dass ihnen in einer gedruckten Bestsellerreihe gedankt wurde.

Und das kam so:

Alexander Oetker ist Fernsehjournalist in Berlin – und Autor. Er schrieb vor über einem Jahr am zweiten Fall seiner Erfolgsreihe um den französischen Commissaire Luc Verlain. Ein Buch, in dem es um die Weine in Bordeaux in Südwestfrankreich geht. Der Verlag drängelte, das Manuskript sollte abgegeben werden. Doch erst machte ein Fluglotsenstreik in Frankreich es unmöglich, vor Ort im Bordelais zu recherchieren, beim zweiten Mal dann eine schwere Grippe – ausgerechnet zur Erntezeit der Trauben.

Sein Job als Reporter brachte Oetker nach Kallstadt in der Pfalz, auf den Spuren von Donald Trump, kurz vor seiner Wahl zum Präsidenten.

Kurzerhand klingelte bei Familie Gänz in Hackenheim das Telefon: Oetker wollte mit seinem Kameramann im hauseigenen Hotel übernachten – und bat die Winzer um Sarah Gänz, ihm bei seinen Recherchen zu helfen. Er müsse rasch alles über den Weinbau erfahren – über den Weg von der Traube zur Flasche.

„Ich hatte ja lange aus Frankreich für einen Fernsehsender berichtet und dort natürlich allerhand über Weinbau erfahren“, erzählt Oetker lachend, „aber vieles war mir einfach schon wieder entfallen.“

Sarah Gänz sagte kurzerhand zu. Und eine Woche später gab es dann das Treffen inklusive Führung durch die Produktion und Weinprobe.

„Es war unglaublich spannend, weil ich genau zur richtigen Zeit da war. Alle Kessel blubberten, weil der Gärprozess der Trauben gerade im vollen Gange war. Familie Gänz hat mir die Arbeit am Wein wunderbar erklärt, so dass ich noch am selben Tag am Kapitel weiterschreiben konnte.“

„Château Mort“ – so heißt das Buch, das am 14. März in den Handel kommt. Es beginnt auf dem wohl kuriosesten Marathon der Welt im Weinbaugebiet Médoc. Nicht nur sind die Läufer hier verkleidet, es gibt während der über 42 Kilometer auch immer wieder Rotwein in den Gärten der Châteaux zu trinken. „Ich habe zweimal als Korrespondent über diesen Lauf berichtet und konnte es kaum glauben“, sagt Oetker. „Aber die Franzosen verbinden eben selbst den schweißtreibendsten Sport mit angenehmen Getränken.“

Im Buch bekommt der Wein allerdings einem der Läufer nicht so gut, er bricht tot zusammen.

Familie Gänz aus Hackenheim konnte das Buch schon zwei Monate vor Erscheinen lesen und waren begeistert. „Wein an sich ist schon ein so spannendes Thema, für uns als Winzer jedes Jahr wieder. Als deutsches Bioweingut einen Wein-Krimi, der in Frankreich spielt, zu inspirieren ist uns eine besondere Ehre.“

Winzer und Autor – das war in Hackenheim eine gewinnbringende Zusammenarbeit, für zwei schönste Nebensachen der Welt: Wein und Bücher.

 

Das Buch erscheint am 14. März im Verlag Hoffmann und Campe.

Bildquelle: Alexander Oetker


Achtung: Aus organisatorischen Gründen mussten wir den Tag leider absagen!

Ein besonderer Tag für uns und vor allem für Sie! Wir feiern zusammen unsere über 20 jährige Zeit als Bioweingut mit allerlei Köstlichkeiten aus der Natur auf unserem Weingut direkt an den Weinbergen.

  • Wir zeigen Ihnen hautnah, was “bio” so besonders macht und wie unsere Weine entstehen.
  • Wir unternehmen ein kleine Wanderung durch die Weinberge und probieren verschiedene Weine direkt vom Fass im Weinkeller.
  • In unserem Garten gibt es leckeren Kaffee, süße und herzhafte Kuchen – für eine Zeit zum Verweilen.
  • Am Abend: Gemeinsames Bio-Essen an unserer Winzertafel unter freiem Himmel (oder im Weinkeller) mit prasselndem Lagerfeuer. Dazu gibt es all unsere Weine zum Probieren und Genießen.
  • Auf Ihren Weineinkauf auf dem Weingut erhalten Sie an diesem Tag 10% Rabatt (gültig nur an diesem Tag und nur zur Mitnahme).

Gesamtpreis inklusive aller Köstlichkeiten pro Person 69,00 € (Kinder ermäßigt)

Wie immer kochen wir auch für Vegetarier und Veganer!

Termin: Samstag, 09. Juni 2018, Beginn 14:30 Uhr

Möchten Sie gerne zu diesem Anlass auch bei uns übernachten? Für den Termin sind Aufenthalte ab 3 Übernachtungen möglich. Dann senden Sie uns einfach Ihre Anfrage.


Auch in diesem Jahr sind wir wieder mit unserem leckeren hausgemachten Glühwein auf dem Bio-Weihnachtsmarkt beim Naturheilmittel-Hersteller Hevert in Nussbaum vertreten. Es erwarten Sie individuelle Stände von Handwerkern und Küchenfeen aus der Region,liebevolle Geschenkideen und Köstlichkeiten, umrahmt von einem bezaubernden Ambiente. Wir freuen uns auf Sie!

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie [hier].


2. und 3. Dezember – Samstag und Sonntag – jeweils von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Für die Weihnachtstage den passenden Wein finden? Kein Problem! Bei unseren Wein-Probiertagen auf dem Weingut stehen all unsere Weine in weihnachtlicher Atmosphäre bereit zum Probieren und Kennenlernen. Wir packen Ihre Weihnachtsgeschenke für Freunde und Familie und beraten Sie bei der Weinauswahl.

Wir freuen uns auf Sie!


Gerhard Eichelmann vom gleichnamigen renommierten Weinführer schreibt über unsere Kollektion:

Eine stimmige, starke Kollektion präsentiert die Familie Gänz zum
Debüt. Schon die Basis überzeugt. Der Gutsriesling ist fruchtbetont und
würzig, zeigt feine Zitrusnoten, der Grauburgunder ist geradlinig und
fruchtbetont, besitzt gute Struktur und Biss. Der Sauvignon Blanc zeigt
eindringlich florale Noten, wird im Mund von deutlicher Süße dominiert,
die man auch beim Silvaner vom Tonmergel wieder findet. Deutlich
spannender finden wir den Riesling vom Tonmergel, der gute Konzentration
und reife Frucht im Bouquet zeigt, etwas Zitrus, Fülle und Kraft
besitzt, reife Frucht, gute Struktur und Frische. Noch ein wenig besser
gefällt uns die Gewürztraminer Auslese: Gute Konzentration, etwas
Litschi und süße Aprikosen im Bouquet, konzentriert und klar im Mund,
viel Fülle, Frucht und Substanz. Der im Holz ausgebaute Spätburgunder
zeigt feine Würze, rote Früchte, ist kraftvoll, klar und zupackend im
Mund, besitzt gute Struktur und kräftige Tannine.

> zu unseren Weinen

Seit über 250 Jahren betreibt die Familie Acker- und Weinbau in
Hackenheim, das ganz im Westen Rheinhessens liegt, unmittelbar
an der Grenze zum Anbaugebiet Nahe. Seit Ende der achtziger Jahre
wird auf den Einsatz von Mineraldünger und Herbiziden verzichtet, seit
1997 ist der Betrieb biologisch zertifiziert, man ist Mitglied bei Bioland.
Im Jahr 2000 wurde der neue Biohof in den Weinbergen von Hackenheim
errichtet, zu dem auch ein Bio-Hotel gehört. Seit 2001 ist Peter
Gänz für den Weinausbau verantwortlich. Die Weinberge liegen in den
Hackenheimer Lagen Kirchberg (Tonmergelböden, die von Porphyrfelsen
durchzogen sind) und Sonnenberg (Lössböden), sowie im Kreuznacher
Rosenberg (karge Böden mit feinem Kies), der zum Anbaugebiet
Nahe gehört. Zwei Drittel der Weinberge nehmen weiße Rebsorten ein,
vor allem Riesling, Grauburgunder, Sauvignon Blanc, Silvaner und
Gewürztraminer. An roten Sorten werden Spätburgunder, Dornfelder
und Regent angebaut.


Der STAR IST VOGEL DES JAHRES 2018 und zeigt uns, was in unserer Welt verkehrt läuft: Rund 1 Million Brutpaare dieses schillernden Vogels hat Deutschland in den letzten beiden Jahrzehnten verloren. Grund dafür sind wieder einmal vor allem: die industrielle Landwirtschaft, die fast keinen Raum mehr für wilde Hecken, alte Bäume und bunte Wiesen lässt. Dem Star fehlen Brutplätze und Insekten als Nahrung. Gibt es keine Insekten mehr, gibt es bald auch keine Vögel mehr, die von ihnen abhängig sind.

Als Weinbauregion kommt in unserer Gegend erschwerend hinzu: Der Star gilt als Schädling für die Trauben im Herbst. Ab August wird er mit minütlichen Schreckschüssen aus der Region verscheucht (die auch für uns Menschen eine Zumutung sind). Die Schwärme ziehen unruhig umher und finden kaum einen Platz, wo sie rasten und ruhen können. Der folglich hohe Kalorienverbrauch, lässt sie noch hungriger werden – und Verluste für Obstbauern noch größer. Gleichzeitig schmilzt die Gesamtzahl der Vögel wie Eis in der Sonne: Wo wir vor 20 Jahren noch riesige, wunderschöne Wolken von Vögeln am Himmel beobachten konnten, sind es heute nur noch kleine Trupps, die hier und da auftauchen. Zweifelsohne kann ein Schwarm von Staren in einem Weinberg für einen einzelnen Landwirt großen finanziellen Schaden anrichten. Aber die Art und Weise, wie er nahezu gänzlich aus unseren Leben verdrängt wird, wird uns irgendwann noch viel teurer zu stehen kommen, als der kurzfristige Verlust in einem Erntejahr. Jede Art, die in unseren Ökosystemen verloren geht, ist ein unwiderruflicher Verlust, der unsere eigene Lebensgrundlage langfristig gefährdet.

So traurig all dies ist, freuen wir uns, dass auf unserem Hof jeden Herbst immer wieder Stare einen Platz zum Rasten finden – und Trauben, die sie satt machen. Wir wünschen uns so sehr, dass dies immer so bleiben wird.


Die hochsommerlichen Tage ließen die Trauben im Nu reifen. So früh wie noch nie werden wir dieses Jahr mit der Lese starten.
Gerade sieht alles phantastisch und lecker in unseren Weinbergen aus. Einblick in unsere Arbeit im Herbst 2017 gibt es in regelmäßigen Abständen auf unserer Facebook-Seite.


Anlässlich unseres Jubliläumsjahres “20 Jahre bio” bieten wir in diesem Jahr unseren besonderen “Tag im Weingut” an.

Das ist ein besonderer Tag für uns und vor allem für Sie! Wir feiern zusammen unser Jubiläum mit allerlei Köstlichkeiten aus der Natur auf unserem Weingut direkt an den Weinbergen.

  • Wir zeigen Ihnen hautnah und in familiärem Rahmen, was “bio” so besonders macht und wie unsere Weine entstehen.
  • In unserem Garten gibt es leckeren Kaffee und Kuchen – für eine Zeit zum Verweilen.
  • Am Abend: Großes Bio-Essen an unserer Winzertafel unter freiem Himmel (oder im Weinkeller) mit prasselndem Lagerfeuer. Dazu gibt es all unsere Weine zum Probieren und Genießen.
  • Auf Ihren Weineinkauf auf dem Weingut erhalten Sie an diesem Tag 10% Rabatt.

Gesamtpreis inklusive aller Köstlichkeiten pro Person 89,00 € (Kinder ermäßigt)

Termin:

Samstag, 15. Juli 2017

jeweils ab 13:00 Uhr (Ende offen)

Seien Sie dabei, und sichern Sie sich und Ihren Lieben einen Genussplatz! Gerne auch in Form eines Gutscheins.

Möchten Sie gerne zu diesem Anlass auch bei uns übernachten? Für den Termin sind Aufenthalte ab 3 Übernachtungen möglich.
Dann senden Sie uns einfach Ihre Anfrage.


Wie sagt man so schön: Ein guter Jahrgang muss es sein! 😉

Schon jetzt können wir auf den Jahrgang 2017 blicken. Die nächsten 12 Wochen (so lange dauert es ungefähr von der Blüte bis zur Reife) heißt es: Fleißig sein und Daumen drücken, damit wir wieder leckere Trauben für tolle neue Weine ernten können.

Gerade scheint die Natur ungebremst zu sein und schreitet in großen Schritten voran, als wollte sie das Leben neu erfinden. Es blüht, summt und brummt an jeder Ecke. Die Kinder dieses Jahres gedeihen und wachsen. Wer einmal den Lebensmut verliert, wird hier immer wieder daran erinnert: Das Leben will leben, tanzen, lachen. Nicht immer ohne, dass es mal hier und da zwickt. Aber immer mit neuem Mut. Ach, ist es schön da draußen! Jedes Jahr wieder.