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Sonne, Hitze, Trockenheit – Was heißt das für uns?

Rund 11 Wochen gab es hier bei uns in Rheinhessen an der Nahe keinen nennenswerten Regen. Einen kleinen Hoffnungsschimmer brachte der 01. August, wo am Abend 5 Liter Regen auf einen Quadratmeter fielen (an diesem Abend ist das obige Photo entstanden) – eine kurze Dusche und Erfrischung für die Pflanzen dort draußen, und natürlich auch die Tiere! Alles, was  lebt (von der Fliege, über Maus und Meise bis hin zu Igel und Wildschwein) dürstet gerade sehnlichst nach Wasser. Nur wir Menschen können aktuell noch die Wasserspeicher leer pumpen, damit Dusche & Co. noch funktionieren. In einer der regenärmsten Regionen Deutschlands kennen wir hier trockene Phasen im Jahr schon immer. Doch diese Dürre – gepaart mit extrem hohen Temperaturen (die eine hohe Verdunstung mit sich bringen) ist auch für uns neu. Weinreben und Bäume können relativ lange ohne Regen auskommen, da sie tief wurzeln. Aber gerade junge Reben, und bestimmte Büsche und Bäume, die auf die oberen Erdschichten angewiesen sind, reichen nicht mehr an das Grundwasser heran. Zusätzlich brennt die starke Sonneneinstrahlung viele der Blätter regelrecht weg. Die ersten Trockenschäden sind zu sehen. Die Blätter vieler Sträucher und Bäume werden gelb und stellen sich schon auf den Herbst ein. Apfelbäume werfen ihre Früchte ab, da sie sie nicht mehr versorgen können. Auch die Reben unserer jungen Weingärten müssen wir bereits seit Wochen bewässern, damit sie eine Chance für die nächsten Jahre haben.

Diese Hitzeperiode zeigt uns wieder auf ein Neues, wie wertvoll unsere natürlichen Ressourcen sind: Natürlich wünscht sich jeder hier in Deutschland einen sonnigen, warmen Sommer. Aber ebenso wichtig ist jeder Tropfen Regen – selbst wenn es im einzigen Urlaub des Jahres verregnet sein sollte. Die Klimaveränderungen sind also deutlich spürbar. Aber nicht vergessen sollte man dabei: Nicht nur unsere Industrie und der moderne, konsumorientierte Lebenswandel sind Schuld an den Klimaveränderungen (insbesondere auch die (Massen-) Tierhaltung). Auch die massive Versiegelung von Flächen sorgt für eine große Überhitzung, sowohl im Kleinen, wie im Großen. Sehr schön kann man dies an der immer weiter verbreiteten Garten(un)kultur erkennen: Wo früher Bäume, Büsche oder Blumen gewachsen sind, zieren heute Schotterhalden die Vorgärten vieler Häuser und städtischer “Grünflächen”, wie Straßenränder oder Verkehrsinseln. Statt einer natürlichen Abkühlung, Beschattung des Bodens und Befeuchtung der Luft durch Pflanzen, wird wertvoller Boden versiegelt und eine Abkühlung wird erfolgreich verhindert. In Städten spürt man die Folge einer solchen Kultur am deutlichsten: Hier wird es immer wärmer und in Sommern wie diesem unerträglicher.

Jeder Quadratmeter zählt! Schenken Sie jedem Stückchen Land, das Sie gestalten können, Leben, indem Sie Pflanzen und Blumen säen/pflanzen – am besten heimische, wilde Arten.

Bäume, Büsche & Co. sind die besten Klimaanlagen, die es gibt!

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