R(h)einschauen zur Landesgartenschau Bingen 2008

 

Freuen Sie sich auf 185 Tage Blütenpracht und Farbenzauber - vom 18. April bis 19. Oktober 2008 auf der Landesgartenschau Bingen am Rhein!

Eintauchen – Genießen – Erleben!

Tauchen Sie ein in eine Region, die auf eine ereignisreiche und lange Geschichte zurückblickt, und lassen Sie sich von einer imposanten Weinbergslandschaft und großartigen Kulturlandschaft – dem UNESCO-Welterbe "Oberes Mittelrheintal" beeindrucken

Freuen Sie sich auf wechselnde Blumenschauen, Blütenmeere, Blumenbänder,
Partnerschaftsgärten, den "Hildegarten", einen englischen Rosengarten und Dichtergärten im historischen Hindenburgpark sowie den herrlichen Kirschenhain im Hafenpark.

Außergewöhnliche Veranstaltungsorte ziehen die Besucher in ihren Bann – ob "Tunneltheater", Konzerte in der "Alten Wagenausbesserungshalle" oder ein Picknick im Park am Mäuseturm – lassen Sie sich ein auf Begegnungen mit Bekanntem und Ungewöhnlichem!

 

 

 

 

Wir wünschen all unseren Kunden, Gästen und Freunden einen angenehmen Start ins Jahr 2008!

Voller Sehnsucht erwarten wir die Früchte unserer Arbeit der Saison 2007.

Ab Ende Januar wird unser Weinangebot durch den neuen Jahrgang bereichert.
Es erwarten Sie unter anderem ein frischer Silvaner. Oder Sie genießen unseren
neuen gehaltvollen Gewürtztraminer. Entdecken Sie diese neuen Weine doch am
besten in Verbindung mit einem Wochenende an der wunderschönen Nahe!

 

 

 

 

 

Der Jahrgang 2007

 

Der ungewohnt warme und trockene April legte den Grundstein für den sehr guten Jahrgang. Dieses Wetter gefiel den Reben so gut, dass sie ca. 3 Wochen früher austrieben als im langjährigen Mittel. Im Mai kam dann der lang erwartete Regen und am 25. Mai begann die Blüte der Trauben. Mitte Juli färbten sich die ersten roten Rebsorten wie zum Beispiel  Regent. Der Vegetationsvorsprung von drei Wochen ging bis zur Lese nicht verloren. Dies führte dazu, dass wir mit dem 14. September den frühsten Lesebeginn unserem Weingut hatten. Ein Teil unserer Regent-Trauben wurde an diesem Tag gelesen. Regent zählt zu den frühreifen roten Rebsorten.

 

 

All unsere Rotweine werden traditionell auf der Maische vergoren. Der Saft fast aller roten Rebsorten ist hell. Die Farbe befindet sich in den Beerenschalen. Werden die roten Trauben direkt nach der Lese gepresst, hat der Most nur eine leichte Färbung. So entsteht unser Spätburgunder Weißherbst. Um die für einen Rotwein typische dunkle Farbe und den kräftigen Körper zu erreichen, werden die Trauben gleich nach der Lese leicht angequetscht (es entsteht die sogenannte Maische) und in Bütten und sogenannte Maischegärtanks gefüllt. Nach ein bis zwei Tagen beginnt dann die Gärung, das heißt der in den Trauben vorhandene Zucker wird von der Hefe in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Die entstehende Kohlensäure entweicht ständig aus der Maische und nimmt dabei die Traubenschalen mit nach oben. Auf der Bütte entsteht ein sogenannter Tresterhut. Dieser wird dreimal täglich untergestoßen. Dadurch kommen die Schalen wieder mit dem gärenden Saft in Kontakt und es wird wieder Farbe gelöst. Der entstehende Alkohol unterstützt die Extraktion der Farbstoffe. Die gesamte Maischegärung dauert je nach Weintyp acht bis vierzehn Tage. Danach wird die Maische abgepresst.

Nach dem Regent wurden dann die Trauben für unseren Traubensaft gelesen. Diese wurden sofort abgepresst und in einen Tank gefüllt. Dort setzten sich über Nacht Trubstoffe ab. Der klare Traubensaft wurde am nächsten Morgen zu Bioland-Betrieb Bannmühle in Odernheim gebracht und dort abgefüllt. Somit war der Traubensaft keine 18 Stunden nach der Lese in der Flasche, so blieben viele der Traubenaromen im Saft erhalten.

 

 

Der warme und trockene September schaffte hervorragende Reifebedingungen für die Trauben. So konnten auch die Trauben der Sorten Dornfelder, Spätburgunder, Silvaner, Grauburgunder, Riesling und Gewürztraminer zu dem jeweiligen Reifeoptiumum gelesen werden. Die hellen Trauben werden in der Regel direkt nach der Lese schonend gekeltert. Bei aromatischen Rebsorten wie zum Beispiel dem Gewürztraminer lassen wir die Trauben vor dem pressen noch einige Stunden ziehen. So werden noch viele Aromen durch den Saft aus der Schale herausgelöst. Nach dem Pressen wird der frische Most in Tanks gefüllt. Hier setzten sich Trubstoffe ab. Nach ca. 18 Stunden wird dann der klare Most abgezogen und zur Vergärung in Gärtanks gefüllt. Durch das Klären des Mostes werden die späteren Weine fruchtiger und eleganter. Nach ein bis zwei Tagen beginnt die Gärung. Bei der Gärung erzeugt die Hefe neben Alkohol und Kohlensäure auch Wärme. Durch kleine Tanks und Kühlung erreichen wir niedrige Gärtemperaturen von 16 -18° C und eine lange Gärdauer von drei bis vier Wochen. So bleiben viel Aromastoffe und Kohlensäure erhalten und gehen nicht verloren. Am achten Oktober wurde die Lese mit dem Gewürztraminer beendet.

Direkt nach der Lese ging es mit der Arbeit im Keller weiter. Nach abgeschlossener Gärung setzt sich die Hefe ab. Der klare Wein wird dann vorsichtig von der Hefe abgezogen und zu Reifen in Fässer und Tanks gefüllt. Unser Rotwein durchläuft anschließend die malolaktische Gärung. Dabei bauen die Milchsäurebakterien einen Teil Säure ab. So entstehen unsere harmonisch, sanften Rotweine.